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Blaue Kredenzschale

(für Gebäck und Pralinen)

mit dem Wappen des Hauses

Österreich, um 1590.



Leihgabe: Servitenkloster

 

 

 

Sonderausstellung
2009
Die Glashütte Hall in Tirol
1534 – 1635

Sie war ohne Zweifel eine Manufaktur von europäischem Ruf. Die Ausstellung im Museum Stadtarchäologie Hall in Tirol bot einen Einblick in die Vielfalt an farblosen, in kräftigem Rot, Blau oder Grün eingefärbten und verzierten Glasfunden aus der archäologischen Grabung auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Glashütte. Die Haller Glashütte gehörte zu den ersten drei Glasmanufakturen im Habsburgerreich, die imstande waren, farbloses Glas à la Murano/Venedig zu erzeugen
Erstmals wurde die von der Stadt Hall ausgestellte Urkunde aus dem Jahr 1534 öffentlich gezeigt. Sie berchtigte den Augsburger Montanfachmann Wolfgang Vitl zum Bau und Betrieb der Glashütte. Neben einigen Privilegien enthält diese Urkunde auch Auflagen betreffend Holzbeschaffung (zum Beheizen des Glasofens), Feuerschutz und Betriebsgröße. Als Betreiber folgten auf W. Vitl die Familie Höchstetter und später Paul Kripp von Prunberg und Hippolytus Guarinoni. Zur Zeit der Wirtschaftskrise um 1600 musste die Glashütte stillgelegt werden. Fünf Monate lang waren 30 Glasmacher, Meister und Gesellen, arbeitslos.

Die ausgestellten Prunkgläser zeugten vom hohen Qualitätsniveau der Haller Glasproduktion. Neben Trinkgläsern wurden in Hall auch medizinische Gläser, Flaschen und Fensterglas erzeugt. Zu den Kunden gehörte der Tiroler Landesfürst Erzherzog Ferdinand II. von Habsburg. Trinkgläser und Pokale aus Hall befinden sich heute in international renommierten Museen.



 

 

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