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Salz Beil Rind. Grafik_OeNB

 

 

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Amoricanische_Tuellenbeile, Bretagne, 900-800 v.Chr., Bronze. Foto OeNB

 

 

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Grauvieh Foto Stadtarchäologie Hall i. T.

 

 

 

Sonderausstellung
2011
Mit Salz, Beil und Rind auf Shopping-Tour
Eine Wanderausstellung des Geldmuseums der Österreichischen Nationalbank in Kooperation mit dem Museum Stadtarchäologie Hall und dem Institut für Archäologien der Universität Innsbruck

Die Sonderausstellung »Mit Salz, Beil und Rind auf Shopping-Tour. Frühe Zahlungsmittel in Europa« im Museum Stadtarchäologie Hall handelt von verschiedenen Vorstufen unseres Münzgeldes. Aufgrund der historischen Bezüge als Salz-, Münz- und Handelsstadt ist Hall ein idealer Standort um einen Überblick von der Tausch- bis zur Geldwirtschaft in Europa zu geben. Die Entwicklung der prämonetären Zahlungsmittel lässt sich vom Naturalgeld über Gerätegeld bis zu Barrengeld verfolgen.
Als Zahlungsmittel fungierten in der Steinzeit nicht nur Pfeilspitzen, sondern auch die Rohstoffe selbst. Neben Silex (auch Feuerstein oder Flint genannt) war insbesondere Bergkristall, dessen Gewinnung in den Tuxer Alpen nachgewiesen wurde (Walter Leitner, Inst. f. Archäologien) ein begehrtes Tauschgut.  
 
Die Verwendung von Barrengeld in verschiedenen Formen (z.B. Ringbarren) weist in die Bronze- und in die Eisenzeit. Parallel dazu bezahlt man mit Sicheln, Dolchen. Die verringerte Größe unterscheidet das Gerätegeld deutlich von den realen Werkzeugen und Waffen.  
 
Viehgeld bleibt bis ins Mittelalter als Wertmesser aktuell. So entsprechen etwa 45 Rinder dem Wert einer Ritterrüstung. Darüber hinaus werden Abgaben an die Grundherren bis zum Beginn der Neuzeit in Naturalien geleistet. Gänse und Enten als typische Zinstiere gehören zwar zum Erscheinungsbild des Bauernhofes, enden aber durchwegs am Herd der adeligen oder geistlichen Grundherren.  
 
Ausstellungskuratorin: Mag. Armine Wehdorn, Leiterin des Geldmuseums der OeNB



 

 

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